Neun Ziele, ein Zirkel: Was die eGYM-Trainingsprogramme wirklich können

Zwei Menschen, dasselbe Gerät, derselbe Nachmittag. Der eine trainiert für einen stabilen Rücken, die andere für einen wacheren Stoffwechsel. Beide setzen sich auf dieselbe Beinpresse – und machen trotzdem etwas völlig Verschiedenes.

Genau das ist der Punkt, den viele am eGYM-Zirkel unterschätzen. Die Geräte stellen sich nicht nur auf Deine Körpergröße und Dein Gewicht ein. Sie trainieren Dich nach einem Programm, das zu Deinem Ziel passt – und das sich im Lauf der Zeit verändert.

Neun Programme, neun Ziele

Es gibt nicht „das eGYM-Training“. Es gibt derzeit neun verschiedene Programme, und jedes verfolgt eine andere Absicht:

  • Longevity – gesund und leistungsfähig alt werden
  • Muskelaufbau – gezielt Masse und Kraft aufbauen
  • Reha Fitness – behutsamer Wiedereinstieg nach Pause oder Beschwerden
  • Fit bleiben – Grundlagen erhalten, ohne Leistungsdruck
  • Abnehmen – Muskulatur halten, während sich das Gewicht verändert
  • Immunity Boost – moderate Reize, die den Körper nicht überfordern
  • Stark & definiert – Kraft mit sichtbarem Effekt
  • Stoffwechseltraining – höhere Wiederholungszahlen, mehr Umsatz
  • Athletik – Schnellkraft und Explosivität

Der Unterschied steckt in den Details: Wie viel Prozent Deiner Maximalkraft eingestellt werden, wie viele Wiederholungen Du machst, wie lange ein Satz dauert und in welchem Tempo Du arbeitest. Das klingt nach Kleinigkeiten. Es entscheidet aber darüber, ob Dein Körper mit Kraftzuwachs, mit Ausdauer oder mit Stoffwechselanpassung reagiert.

Longevity: das Programm für die lange Strecke

Wenn wir ein Programm hervorheben müssten, dann dieses. Longevity heißt übersetzt Langlebigkeit – gemeint ist aber nicht, möglichst alt zu werden, sondern möglichst lange selbstbestimmt zu bleiben. Treppen ohne Nachdenken. Den Enkel hochheben. Nach einem Sturz nicht wochenlang außer Gefecht sein.

Das Programm ist genau dafür gebaut. Es arbeitet mit moderaten Lasten um die 50 Prozent Deiner Maximalkraft, kombiniert Kraft- und Koordinationsreize und wird gegen Ende bewusst schneller. Warum das schneller wird, hat einen guten Grund: Mit den Jahren verlieren wir nicht nur Kraft, sondern noch deutlicher die Fähigkeit, Kraft schnell abzurufen. Und genau die brauchst Du, wenn Du auf nassem Laub ins Rutschen kommst.

Für unsere Mitglieder ab Mitte 30 ist Longevity deshalb selten die langweiligste, aber oft die sinnvollste Wahl.

Warum sich Dein Training alle sechs Einheiten ändert

Hier wird es interessant. Jedes Programm läuft über 24 Einheiten und ist in vier Phasen zu je sechs Einheiten unterteilt. Und in jeder Phase trainierst Du anders.

Beim Longevity-Programm sieht der Bogen zum Beispiel so aus:

  • Phase 1 und 2 – klassisches Muskeltraining, moderate Last, Gewöhnung und Aufbau
  • Phase 3 – exzentrisches Training: Das Gerät macht die Rückführbewegung schwerer als die Druckbewegung
  • Phase 4 – explosives Training: schnellere Ausführung, kürzere Sätze, mehr Spritzigkeit

Dahinter steckt ein Grundprinzip aus der Trainingswissenschaft: Der Körper gewöhnt sich an alles. Wer sechs Monate exakt dasselbe macht, bekommt irgendwann keine neuen Reize mehr. Die Phasen verhindern das automatisch – Du musst nichts umstellen, das Gerät macht es.

Was die Trainingsformen bedeuten

Vier Begriffe tauchen im Zirkel immer wieder auf. Kurz übersetzt:

  • Standard – hin und zurück gleich schwer, das klassische Muskeltraining
  • Exzentrisch – zurück schwerer als hin. Der Muskel arbeitet beim Nachgeben, und dabei verträgt er mehr Last als beim Drücken. Ein sehr effektiver Reiz
  • Isokinetisch – das Gerät hält die Geschwindigkeit konstant und passt den Widerstand an Deine Kraft an. Du kannst Dich praktisch nicht überlasten, deshalb kommt es beim Reha-Programm zum Einsatz
  • Explosiv – Du arbeitest bewusst zügig gegen moderaten Widerstand. Trainiert Schnellkraft, nicht Maximalkraft

Du musst Dir das nicht merken. Aber es hilft zu verstehen, warum sich ein Gerät plötzlich anders anfühlt als letzte Woche – das ist kein Defekt, das ist der Plan.

Probier Dich aus

Der häufigste Fehler ist nicht das falsche Programm. Es ist, jahrelang beim ersten zu bleiben, weil man nie gefragt hat.

Ein paar Anhaltspunkte:

  • Du kommst nach einer längeren Pause oder aus einer Therapie zurück? Reha Fitness
  • Du willst vor allem, dass Dein Alltag leicht bleibt? Longevity oder Fit bleiben
  • Dein Gewicht soll runter, die Muskulatur aber bleiben? Abnehmen
  • Du willst sichtbar kräftiger werden? Muskelaufbau oder Stark & definiert
  • Du treibst nebenbei Sport und willst schneller werden? Athletik

Und wenn ein Zyklus nach 24 Einheiten durch ist, ist das der natürliche Moment, etwas Neues auszuprobieren.

Sprich uns einfach an

Genau dafür sind wir da. Unser Team – über 30 Trainer:innen, Physiotherapeut:innen und Gesundheitscoaches – schaut sich mit Dir an, wo Du stehst, was Dein Alltag hergibt und welches Programm dazu passt. Wir stellen es Dir ein, zeigen Dir die Geräte und begleiten Dich durch die Phasen.

Das dauert keine halbe Stunde. Und es macht oft den Unterschied zwischen „ich gehe trainieren“ und „ich arbeite an etwas“.

Wenn Du neu bei uns bist: Komm zum Probetraining vorbei, dann durchläufst Du direkt die Krafteinstellung und weißt danach, wo Du stehst. Wenn Du schon Mitglied bist: Sprich uns beim nächsten Besuch einfach an der Trainingsfläche an. Wir freuen uns auf Dich.

Dein INJOYmed-Team

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